Energiespartipps für das Smart Home

Energiespartipps für das Smart Home

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Energiespartipps für das Smart Home

Mit dem Beginn der neuen Heizperiode kündigen viele Energieanbieter eine Verteuerung der Stromkosten an. Für Verbraucher stellt sich die Frage, ob sie ihren Anbieter wechseln sollten oder ob das Smart Home an sich beim Sparen helfen kann. Beim Check der hauseigenen Technik ist hierbei einiges zu beachten:

Durch ein smartes Haussystem Stromkosten senken

Bis zu 80 Prozent aller Stromkosten im Haushalt fallen für die Bereitstellung von warmem Wasser und Heizenergie an. Daher ist es wichtig, an dieser Stelle bei der Senkung von Energiekosten anzusetzen und den Verbrauch zu reduzieren. Die Heizung im Smart Home ist idealerweise so eingestellt, dass sie temperatur- und zeitgenau mit dem jeweiligen Belüftungs- und Beschattungssystem zusammenarbeitet. Es macht sogar Sinn, eines dieser Elemente nachzurüsten, falls es bisher fehlte. Es muss allerdings mit dem vorhandenen intelligenten System kompatibel sein. Sind alle Parameter gut eingestellt, lassen sich immerhin etwa neun Prozent der Energiekosten senken. So erkennen beispielsweise automatische Fenster-Sensoren, wenn in einem Raum gelüftet wird. Sie schalten die Heizung umgehend ab. Programmierbare Thermostate richten sich nach der Anwesenheit der Bewohner und regulieren die Raumtemperatur entsprechend. Dass sie sich dabei nach der Nutzung des Raumes richten, dürfte selbstverständlich sein. Kommt es zu Ausnahmen, braucht nicht das gesamte System neu programmiert werden. Anhand der Handydaten lässt sich erkennen, wo sich die Bewohner aktuell befinden beziehungsweise wann sie zu Hause eintreffen werden. Fährt die Jalousie bei einbrechender Dunkelheit automatisch herunter, wirkt sie im Winter wie eine Verstärkung der äußeren Hülle, vor den Fenstern des Hauses, was weitere Heizenergie spart. Im Sommer hingegen verhindert sie, dass das Haus zu stark aufheizt. Lüfter und Ventilatoren müssen dann seltener laufen.

Funktaster und Bewegungsmelder einsetzen

Wer von sich weiß, dass er zu den vergesslichen oder bequemen Menschen zählt, sollte zu Hause Bewegungsmelder installieren. Sie schalten das Licht beim Betreten des Raumes ein. Stellen sie über einen gewissen Zeitraum keine Bewegung fest, schalten sie es von selbst wieder aus. Funkwandtaster übernehmen den Part, auf Knopfdruck alle laufenden elektrischen Geräte auszuschalten. Das verhindert einen Dauerbetrieb im Stand-by-Modus. Letzterer wird von vielen Menschen in Sachen Stromkosten unterschätzt. Was auf die verbrauchte Kilowattstunde noch vergleichsweise günstig wirkt, summiert sich im Laufe eines Jahres. Das Gute ist, dass die Verbraucher ihre bisherigen Lebensgewohnheiten nicht großartig ändern müssen. Schon kleine Helfer im Smart Home tragen zur Energiesenkung bei.

Wintergarten in das Smart Home einbinden

Im eigentlichen Sinne beginnt das Energiesparen im Wintergarten mit der Platzauswahl. Befindet er sich im Süden oder Südwesten, profitiert er im Winter vom starken Tageslichteinfall und braucht weniger Heizenergie. Der Wintergarten im Norden hingegen liegt oft die meiste Zeit des Tages im Schatten. Entsprechend viel muss die Heizung in der kalten Jahreszeit arbeiten, wenn sich die Bewohner ganzjährig in ihm aufhalten wollen. Den größten Anteil beim Energiesparen hat im Wintergarten allerdings die Auswahl der richtigen Verglasung, die immerhin 80 Prozent der Hülle ausmacht. Sie entscheidet darüber, wie viel Heizenergie nach außen verloren geht beziehungsweise ob der Wintergarten in der warmen Jahreszeit überhitzt. Dieses sollte ebenfalls bei der Planung bedacht werden. Wer sich für Einfachglas entscheidet, weil er seinen Wintergarten ursprünglich nur in der Übergangszeit als zweites Wohnzimmer nutzen will, zahlt später oft den doppelten Preis. Bald nach Errichtung stellt er fest, dass dieser Ort auch im Winter heimelig wirkt und rüstet Heizung sowie Belüftung nach. Außerdem verglast er, in diesem Fall, sicher nach wenigen Jahren neu, wenn er die Energieabrechnungen analysiert. Besser ist es, gleich etwas mehr Geld auszugeben und sich für eine moderne Dreifachverglasung zu entscheiden. Eine Anbindung an ein vorhandenes Smart-Home-System lohnt sich ebenfalls. Die automatische Beschattung, Belüftung und Beheizung machen den Wintergarten dann ganzjährig luxuriös.

Dämmung überprüfen

Damit wertvolle Heizenergie nicht über die Wände verloren geht, sollten diese ausreichend gedämmt sein. Wie dieser Schutz genau aussieht, regelt die Energiesparverordnung. Sie besagt unter anderem, welche Materialien zum Dämmen erlaubt sind und dass Neubauten bereits bei der Errichtung sowie Altbauten ab der Sanierung entsprechende Grenzwerte nicht überschreiten dürfen. Wer sein Zuhause in Sachen Dämmung erneuern möchte, sollte sich zuvor über die gesetzlichen Regelungen und etwaige staatliche Förderungen informieren.

Selbst Energie herstellen

Photovoltaik-Anlagen amortisieren sich zwar erst nach Jahren, dafür spart der Verbraucher aber von Beginn an bei den Stromkosten von anderen Anbietern. Er produziert entweder einen Teil oder den gesamten im Haushalt benötigten Strom selbst. Smarte Lösungen erlauben es, den produzierten Strom zu speichern, ihn zeitgenau an die Verbrauchsgeräte abzugeben oder lediglich bestimmte Haushaltsgeräte mit dem Solarsystem zu vernetzen. Zum Beispiel entscheidet der Nutzer selbst, ob seine Waschmaschine fertig gewaschen haben soll, wenn er nach Hause kommt.

Auch kleine Veränderungen sparen Strom

Energiesparende Lösungen für das Smart Home müssen nicht teuer sein. Energieeffizient arbeiten etwa auch vernetzte Stromsparlampen, die auf eine App, die Fernbedienung oder das gesprochene Wort reagieren. Je nach Anbieter darf der Verbraucher mit Preisen ab etwa 40 Euro rechnen. Selbst einige Discounter bieten mittlerweile Teile dieser Leuchtmittel, auch zum Nachrüsten, für das bestehende Smart Home an. Dass diese Lampen ganz nebenbei für eine angenehme Lichtstimmung sorgen, macht sie noch attraktiver.

 

veröffentlicht im November 2020 von

FALC Immobilien – Regionalbüro Königswinter. Wir sind Ihre Immobilienmakler für Königswinter, Bad Honnef und Umgebung.