Pfahlgründung beim Hausbau

Pfahlgründung beim Hausbau

Pfahlgründung beim Hausbau

Zunächst einmal stellt sich die Frage, was unter einer Gründung beim Hausbau zu verstehen ist. Hierbei handelt es sich um das Fundament eines Gebäudes, wobei es egal ist, ob es unterkellert werden soll oder nicht.

Die Pfahlgründung ist eine Gründung, die in die Tiefe geht, eine sogenannte Tiefgründung. Sie wird notwendig, wenn der Baugrund nicht ausreichende Tragfähigkeit aufweist. In diesem Fall werden Pfähle in den Boden eingebracht, die Stabilität erbringen. Dies kann auf verschiedene Art und Weise geschehen, etwa durch Bohren, Rammen, Rütteln, Greifen oder Pressen. Welche Anwendung findet, wird je nach Beschaffenheit des Bodens, Bedingungen der Umgebung und dem Einsatzzweck entschieden. Nachstehend einige Beispiele:

Duktile Gusspfähle
Als Stabilitätsgrundlage werden Pfähle aus duktilem Gusseisen mit Hilfe eines Hydraulikbaggers und einem Schnellschlaghammer so weit in die Erde gerammt, bis eine ausreichend feste Erdschicht erreicht wird.

Vorteile:
– schnelle Fertigstellung
– je mehr Pfähle desto günstiger
– hohe Traglast je Gusspfahl
– kein oder nur geringer Erdaushub notwendig

Nachteile:
– je weniger Pfähle desto teurer
– Erschütterungen in der Nachbarschaft der Baustelle möglich
– hohe Rüstkosten je Baustelleneinrichtung

Bohrpfähle
Bei dieser Variante der Pfahlgründung kommen Pfähle aus Beton zum Einsatz. Um sie in die Erde zu bekommen, wird eine durchgehende Hohlbohrschnecke so weit in die Erde getrieben, bis die benötigte Tiefe erreicht ist. Dann wird das Innere der Hohlbohrschnecke mit Beton verfüllt, während sie langsam wieder herausgezogen wird. Die Hohlbohrschnecke ist dann für die nächste Bohrung einsatzbereit.

Vorteile
– geringer Personalaufwand
– kurze Bauzeiten
– Lärmarm
– individuell bestimmbare Pfahllänge

Nachteile:
– Erdaushub notwendig

Stahlpfähle
Werden Stahlpfähle in Form von Rohren benutzt, so werden diese als Vollverdrängungspfähle bezeichnet. Sie haben die Eigenschaft den Boden während des Einbaus seitwärts zu verdrängen. Statt sie einzurammen, werden sie in den Boden gedrückt und eingedreht.

Vorteile:
– hohe Bruchfestigkeit bei gerammten Stahlpfählen
– teilweise als temporäre Pfähle nutzbar

Fertigteilpfähle aus Stahlbeton
Fertigteilpfähle können als Ganzes oder als einzelne Pfahlschüsse in den Boden eingebracht werden. Dieses kann durch Rammen oder Rütteln passieren.

Vorteile:
– höchste Qualitäts- und Materialstandards in Deutschland
– sofortige Belastung möglich
– geringe Belästigungen durch Geräusche und Erschütterungen
– durch Anschweißen beliebig verlängerbar

Nachteile:
– geringe Biegesteifigkeit
– beim Rammen kann es zu Beschädigungen kommen
– beim Einbringen durch Rammen Lärm und Erschütterungen

 

veröffentlicht am 01.10.2020 von

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